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Der klassische Nürburgringlauf über 24,4 Kilometer führt über die Grand Prix-Strecke und die legendäre Nordschleife.

An insgesamt 9 Verpflegungsstationen können die Athleten unterwegs auftanken. Exakte Informationen finden Sie unter "Verpflegung".

Das Höhenprofil der 24km Strecke können Sie direkt hier runterladen, alle anderen finden SIe im DOWNLOAD-BEREICH

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Streckenbeschreibung

Mit Lust durch die „Grüne Hölle“

Die Nürburgring-Nordschleife gilt unter allen Aktiven als besondere Herausforderung mit besonderem Reiz. Ob Autofahrer, Motorradfahrer, Rennradler oder Läufer, das Erlebnis ist für alle einmalig. Laufen Sie mit!

nuerburgringlauf_004Die Spannung steigt wie beim Formel 1-Rennen, wenn die Startflagge zum Nürburgringlauf gehoben wird. Die Start&Zielgerade der hochmodernen Grand Prix-Strecke ist ein überwältigender Rahmen für den Beginn eines außergewöhnlichen Laufs. Peng – der Startschuss fällt und die Flagge senkt sich. Mehrere tausend Läufer beschleunigen mehr oder minder lautlos entlang der Boxenmauer. Die scharfe Rechtskurve eingangs der „Mercedes-Arena“ ist kein Problem. Die Strecke ist mit 18 Metern breit genug, Ausbremsmanöver sind unnötig. Kurz nach dem Start haben sich hier schon viele Rennen entschieden, garantiert aber nicht beim Nürburgring-Lauf.

nuerburgringlauf_051Die „Mercedes-Arena“ schlängelt sich in gewaltigen Aspahlt-Dimensionen vorbei an einer riesigen Tribüne. „Querspange“, „Kumho-Kurve“, „Bit-Kurve“, für motorisierte Rennfahrer sind diese Passagen durchaus anspruchsvoll, für Läufer ein Genuss. Dann geht’s runter durch den „Rheinland-Pfalz-Bogen“ und über die „NGK-Schikane“ erstmals ordentlich bergauf. Nach knapp vier Kilometern ist die erste Etappe geschafft. Die Laufstrecke mündet vom GP-Kurs in die legendäre Nordschleife. Respektvoll hat sie Formel 1-Legende Jackie Stewart einst „Grüne Hölle“ getauft. Die Piloten schneller Boliden haben auch ihre liebe Mühe, um durch das „Hatzenbach-Geschlängel“ über „Hocheichen“ runter zur „Quiddelbacher-Brücke“ zu gelangen. Für Läufer dagegen läuft’s locker – immer bergab. „Flugplatz“, „Schwedenkreuz“, „Aremberg“, es gibt keinen Kampf mit der Ideallinie, nur die pure Freude an der wunderschönen Eifellandschaft und dem Gefühl, über nicht gerade alltäglichen Asphalt zu laufen. Die „Fuchsröhre“ runter und wieder hoch zum „Adenauer-Forst“.

Nürburgringlauf - Höhenprofil des 24kmWald rückt an den Streckenrand, und die paar Meter bergauf sind locker zu bewältigen. Rechts, links, rechts – man fühlt beim Laufen schon fast, welche muntere Kurvenfahrt dieser Streckenabschnitt bei Motorisierung zu bieten hat. „Metzgesfeld“, „Kallenhardt“, „Wehrseifen“, und dann ist „Breidscheid“ in Sicht, der tiefste Punkt der Strecke, 300 Höhenmeter unter Start&Ziel. Wer bis hierher die Verpflegungsstationen eins bis drei ohne „Boxenstopp“ passiert hat, sollte spätestens im Streckenabschnitt im gleichnamigen Ortsteil von Adenau „Treibstoff tanken“. Über die „Ex-Mühle“ führt der Eifelkurs weiter Richtung „Bergwerk“, vorbei an der Stelle, an der einst Nicki Lauda schwer verunglückt war und damit das Ende der Formel 1-Ära auf der Nordschleife eingeläutet hatte. Und genau ab hier wird es auch beim Laufen ernst.

Bis zur „Hohen Acht“ sind auf rund vier Kilometer knapp 300 Höhenmeter zu überwinden. Langsam hebt sich das Streckenprofil durchs „Kesselchen“. Wer mit zu viel „Gas“ durchmarschiert, wird zwar die scharfe Rechtskurve im „Klostertal“ noch packen, aber spätestens nach der legendären 180-Grad-Kehre  „Karussell“ zeigt sich, wer seine Kräfte richtig eingeteilt hat. Mit einer Steigung bis zu 17 Prozent reckt sich die Nordschleife hoch zum Streckenabschnitt „Hohe Acht“. Der Puls strebt ebenfalls zur „Bestmarke“ und die Vorfreude auf Verpflegungsstation Nummer sechs wächst mit jedem Schritt. Fahrzeuglenker beschäftigen sich hier gewöhnlich mit der kniffligen Linienführung und kommen per pedes aus dem Staunen und Keuchen aufgrund der Topographie nicht mehr raus.

nuerburgringlauf_015Mineralwasseer, Cola, Apfelschorle, DEXTRO-Energyriegel und -getränke und Bananen sind symbolische Belohnung für die Plackerei. Der echte Lohn folgt auf den nächsten Metern. Leicht bergab über „Wippermann“, „Eschbach“ rein in den Streckenabschnitt „Brünnchen“. Der Puls fällt, und tiefe Befriedigung, vielleicht sogar ein bisschen Stolz auf das Geschaffte machen sich breit. „Eiskurve“, „Pflanzgarten“ und  „Schwalbenschwanz“, wer hier noch Reserven hat, genießt das Auf und Ab, den unverwechselbaren Charakter dieses traditionsreichen Geläufs. Vorbei am „Galgenkopf“ geht’s zum langen Finale auf die „Döttinger Höhe“. Rund drei Kilometer geradeaus, das Ziel schon fast in Sicht, nur noch wenige Höhenmeter, die den inneren Schweinehund nochmals kräftig fordern. Nach der „Hohenrain-Schikane“ öffnet sich die Zufahrt zur Grand Prix-Strecke und somit der Weg auf die Zielgerade. Man fühlt sich selbst wie einer der großen Nürburgring-Sieger der letzten 80 Jahre. Denn die Herausforderung der „Grünen Hölle“ ist für jeden ein ganz persönliches Erlebnis.